Afghanische Winter sind kalt und lang – der Grund, weshalb in Afghanistan immer noch jedes Jahr Menschen den Kälte-Tod finden, besonders schwer davon betroffen sind Kinder. Laut BBC News erfroren während eines besonders kalten Winters in 2012 mehr als 100 Kinder allein in den Flüchtlingslagern um Kabul, weil sie nicht genug warme Kleidung hatten. Fast absurd wirkt dieser Zustand, wenn man bedenkt, dass Deutschland alleine jährlich über 80.000 Textilien importiert. Und er wirkt noch absurder, wenn man überlegt, wie viele dieser importierten Textilien wir kaufen und dann ungenutzt im Schrank hängen lassen.

Diesen Winter wollten wir zumindest einen kleinen Unterschied schaffen und unterstützten daher die mit uns befreundete Organisation Alma Terra e.V. bei ihrem Projekt „Kleider fair teilen 2013“. Nach einem Spendenaufruf auf unserer Facebookseite Mitte September, meldeten sich duzende hilfsbereite Freunde und Förderer, die ihre Schränke, Keller und Dachböden aussortierten. Am 5. Oktober kamen sie dann mit ihren Kleiderspenden zu alma terra in die Sternschanze. Es sammelte sich dabei eine unglaubliche Menge an Kleidung an, sodass wir einen weiteren Facebook-Aufruf starteten, um zusätzliche Helfer für die Sortieraktion eine Woche später zu gewinnen.

Nach drei langen Tagen und dank tatkräftiger Unterstützung war die Kleidung schließlich kategorisiert und in Plastiksäcken verstaut; nun konnte sie endlich verschifft werden. In einem von Alma Terra bereitgestellten 40 Fuß großen und rappelvollen Container, fuhren die Kleiderspenden dann von Hamburg erst ins -18 ° C kalte Herat und von dort aus weiter nach Kabul. Dort wird die Kleidung an die Bedürftigen verteilt, sodass sie warm durch den Winter kommen.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle Beteiligten für eine so tolle Aktion!

Alle Infos zum Transport und auch zum Geschehen in Kabul findet ihr auf www.almaterra.org.

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*